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Freizeit

Freizeit - Wanderweg "Kesseltal NaTour"

Im Kesseltal kann man sich nicht mehr verlaufen
Die neue Wanderkarte für „Kesseltal NaTour“ ist da. Unterwegs gibt es viel zu entdecken.
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Aus einer Idee ist Wirklichkeit geworden

Jetzt wurde der Wanderweg „Kesseltal NaTour“ offiziell eingeweiht.
Er steht unter einem besonderen Thema
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 Fotos (Team Donautal-Aktiv) von der Eröffnungswanderung "Kesseltal NaTour":

Freizeit - Grenzweg

2014 - Eröffnungswanderung auf dem Grenzweg

  

Die stolze Teilnehmerzahl von 86 Wanderfreunden konnte bei der Eröffnungswanderung auf dem Grenzweg verzeichnet werden.

Seit rund vier Jahren arbeitet das Team Tourismus des Regionalentwicklungsvereins Donautal-Aktiv an der Entwicklung und Umsetzung von vier Donautal-Panoramawagen entlang des Schwäbischen Alb-Südrandweges HW2, darunter der sogenannte „Grenzweg“.

Im Sinne eines qualitativ hochwertigen Wanderwegenetzes im Dillinger Land gehören neben thematischen Maßnahmen zu jedem Wanderweg eine Ausstattung mit Panoramaliegen, Brotzeitinseln, die Wanderparkplatzbeschilderung sowie Infostelen mit Informationen zum Streckenverlauf, Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten.

Am Grenzweg wurden viele Grenzen thematisch aufbereitet.
Grenzen die sichtbar, hörbar und auch unsichtbar sind.

So werden im Wegeverlauf Gemeinde- und Kreisgrenzen -sichtbar durch Wachhäuschen-, die „Drei Steine“, die als alte Grenzsteine Hinweise auf drei ehemalige Hoheitsgebiete geben, Klimagrenzen, die Wasserscheide sowie Sprach- und Konfessionsgrenzen überschritten und thematisch aufbereitet.

Die Teilnehmer der Eröffnungswanderung waren begeistert vom Streckenverlauf und der Konzeption des Wanderweges.
Lassen auch Sie sich durch eine Wanderung mit anschließender Einkehr, beispielsweise im Klosterbräu in Unterliezheim, begeistern!
Es lohnt sich! 
(Quelle:www.leo-schrell.de)

Das Kesseltal liegt im Bereich der Schwäbischen Alb, zwischen dem Rennweg, einem Höhenweg im südlich gelegenen geschlossenen Waldgürtel zum Donauabfall hin, und den Riesrandhöhen der "Rauhen Wanne" im Norden.
Der Name kommt vom Flüsschen Kessel, welches im Nachbarlandkreis Donau-Ries westlich von Amerdingen in einem "Kessel" entspringt und einen durch die Rieskatastrophe bedingten, stark gewundenen Mittellauf (mit mehreren Laufrichtungsänderungen) aufweist. Durch den Meteoriteneinschlag vor rund 15 Millionen Jahren wurde nämlich der heutige Gemeindebereich ganz mit Bunten Trümmermassen überdeckt, die z.B. bei Göllingen heute noch eine Mächtigkeit von 22 m aufweisen. Ihnen sind einige mehr oder weniger große Suevitvorkommen aufgelagert, besonders bei Fronhofen, Leiheim, Oberringingen und Unterringingen sowie bei Zoltingen.


Von den Auswurfmassen des in nächster Nähe zum Rieskrater gelegenen Gebietes sind in besonderer Weise landschaftsprägend der Michelsberg bei Fronhofen, der Schlossberg bei Thalheim und Hochstein.
Quelle:
Der Landkreis Dillingen a.d.Donau > in Geschichte und Gegenwart <
Herausgegeben vom Landkreis Dillingen a.d.Donau.
3. Neubearbeitete Auflage Im Selbstverlag des Landkreises Dillingen 2005

Die heutige Großgemeinde Bissingen im Kesseltal bildet eine geografische wie verwaltungsmäßige Einheit, vereinigt sie doch in sich jene 18, oft kleinen und kleinsten Gemeinden, die sich bis zur Gebietsreform den Anteil des Landkreises Dillingen am mittleren und oberen Kesseltal und damit die nordöstliche Ausbuchtung des Landkreisgebietes geteilt hatten.

 

 

Laudatio von Dr. Armin Heid (Vorsitzender der Fischereigenossenschaft Kessel)
anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Genossenschaft auf die Kessel
Titel: Unser „Mädle“ die Kessel

Sie erblickt das Licht der Welt östlich des Hungerbergs bei Aufhausen in 540 m ü.NN als Waldbächlein und trillert wie ein Kleinkind so vor sich hin. Nach Amerdingen vereinigt sie sich mit dem Bauernbach und wird als freche Göre, die uns bei Hochwasser auch schon einmal ganz kräftig einheizen kann, für uns Fischer eigentlich erst interessant.
Weitere rechtsseitige Zuflüsse sind übrigens: Köhrlesbach, Wildbach und Sinnenbach,
linksseitige neben dem bereits genannten Bauernbach: Aufhauser Bach, Fohlenbach und Hahnenbach.
Zunächst fließt die Kessel in Richtung Osten und schlängelt sich ab Diemantstein nach Norden am Sonnen- und Judenberg vorbei.
Von hier bis Untermagerbein ist sie einfach nur mit einem verdammt hübschen Teenager zu vergleichen. Wer sie von dieser Ecke nicht kennt, der muss einfach einmal hinfahren, wandern, fischen, die Natur genießen.
Ich sage nur: Hohenburger Mühle, Michelsberg, die Felsen um Thalheim, das wunderschöne Waldtal zwischen Ober- und Untermagerbein, man muss es einfach gesehen haben, erleben.
Es wäre jetzt aber ein Vergehen sonders gleichen, zu sagen, dass das Kesseltal bzw. die Kessel ab Untermagerbein nicht auch seinen Reize hätte.
Vorbei am Kurort Bissingen,  wo sie noch etwas radioaktives Radon von der dortigen Auerquelle aufnimmt – aber keine Angst, die Fische nach Bissingen strahlen deswegen nicht – bis hinunter zur Tapfheimer Bergmühle, mäandert sie abwechslungsreich in satten Talwiesen dahin.
Aufstau von zahlreichen Mühlen, Ablässe mit tiefen Gumpen und auch schnell dahinfließenden Gewässerabschnitte, wie z.B. beim Grillplatz in Kesselostheim, prägen die gereifte junge Frau.
Aber sie kann auch gnadenlos sein. Hochwasser im Kesseltal. Anfang der 80er Jahre verwandelte die Kessel bei einem Sommergewitter mit Wolkenbruch innerhalb von 1/2 Stunde das ganze Tal in einem einzigen See - und Chaos. Straßen wurden weggerissen, Häuser überflutet, Menschen mussten evakuiert werden.
Ab Erlingshofen fließt sie dann  parallel der Donau ruhig und gelassen dahin, als ob sie sagte: “Ich kenn nun meine Bestimmung, mich kann keiner mehr, jetzt bin ich erwachsen“.
Ja, sie ist jetzt erwachsen, aber für uns Kesselfischer bleibt sie auch hier immer noch „Unser Mädle“.
Nach 33,4 km und einem Höhenunterschied von Sage und Schreibe 130 m
mischen sich vor Donauwörth ihre Wasser mit denen des großen Stroms und sie begeben sich gemeinsamen auf ihren weiten Weg bis hinunter ins Schwarze Meer.
Wollen wir als Fischer,  Naturfreunde und Naturschützer gemeinsam weiter daran arbeiten, dass uns das schöne Kesseltal und die Kessel so erhalten bleibt, wie beide uns von Gott gegeben wurden.
Lassen Sie mich schließen mit dem Refrain des „Kesseltaler Heimatlieds“ von Frau Josefine Schmid:
„Oh Du mein Kesseltal, Du bist mein Heimatland, grüßen möchte ich Dich viel tausendmal.“

 

vorgetragen von Dr. Heid am Freitag, 27.3.2009 in Brachstadt
(50 Jahre Fischereigenossenschaft Kessel)

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