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Akkordeonclub  Oberes Kesseltal e.V.

2018 - 40 Jahre
Jubiläumskonzert des Akkordeonclub Oberes Kesseltal e. V.

Jubiläumskonzert – 40 Jahre Akkordeonclub Oberes Kesseltal

 

Ein schwungvoller Musikabend in der voll besetzten Turn- und Festhalle Amerdingen

 

Wie wäre der Start besser gelungen als mit dem Marsch „Harmonikagruß“ von O. Bonvicini, den die Kleingruppe unter der Leitung von Karin Schick im Klangcharakter eines Blasorchesters zügig und schmissig vortrug.

Die Begrüßung durch Martin Strauß, den 1. Vorsitzenden, galt den Ehrengästen sowie dem Bezirksdirigenten Franz Schlosser aus Neusäß, der an diesem Abend auch als Dirigent des Hauptorchesters fungierte; dann dem Publikum, den aktiven Musikern und dem Gastschlagzeuger Christian Fischer. Es folgte ein kurzer Abriss über die Historie des Akkordeonclubs.
 

Die Kleingruppe schlug mit ihrem nächsten Vortrag die Hörer wieder in ihren Bann, denn die schönsten Walzermelodien von Johann Strauß gingen dem Publikum gleich in die Beine und am liebsten wäre man aufgestanden und hätte ein paar Runden gedreht. Stilecht und mitreißend gespielt war dies eine tolle Empfehlung. Nicht weniger hörenswert war „The Lion King“ von Elton John. Machtvoll und erhaben schreitet diese Musik – eines Königs würdig – daher und schafft eine Atmosphäre der ausgeübten Macht. Ganz anders in Klang und Stil folgte das Medley „Münchner Freiheit“, das eine Melodienfolge von Anführern früherer Hitparaden enthielt. Hier wurde die damalige Rockmusik nachempfunden und im Klangcharakter hervorragend interpretiert, was, mit Hilfe des erfahrenen und sensiblen Schlagzeugers, stilecht gelang. Manche Rockband von damals hätte vermutlich die Kleingruppe um deren Klangbild beneidet.
Spontaner Beifall und anerkennende Pfiffe waren der Dank der Zuhörer.

 

Dann zeigte Franz Schlosser, ein erfahrener Virtuose am Akkordeon, welche Möglichkeiten mit diesem Instrument zur Verfügung stehen. Im „Libero Tango“, von Astor Piazolla, war die gefühlvolle Spielweise und die vollkommene Symbiose mit dem Schlagzeug bemerkenswert. Bei „Bossa Nova“ unternahm er einen Sprung nach Lateinamerika in eine uns Europäern ungewohnte Melodienfärbung von hoher Dichte und Intensität mit heftigen Gefühlsausbrüchen.

 

Als Gäste folgten das Akkordeon-Ensemble der Antonio-Rosetti-Musikschule Wallerstein unter der stilsicheren Leitung von Veronika Eisenbarth mit dem erfahrenen Saxophon-Solisten Peter Hoenke-Eisenbarth. Das erste Stück war der kleinen (nur 147 cm groß), großen (weil sie bei ihren Auftritten die größten Konzert-hallen der Welt füllte) französischen Sängerin Edith Piaf gewidmet. Es ist gewissermaßen eine musikalische Biographie. Von Schwermut und Gefühlen getragen wird hier das Leben in Musik geformt. Die Eindrücke der Seele, besonders die Liebe und Nächstenliebe, quellen, für viele wahrnehmbar, aus den Melodien hervor. Mit hoher Sensibilität des Ensembles werden die Lieder der Piaf klanglich nachvollzogen.
Bei der „Petite Suite Latine“ war die Zeit für den ausgezeichneten Saxophon-Solisten gekommen, der in den vier Sätzen die Breite seiner Gestaltungsmöglichkeiten gekonnt zeigte. Der „Paso Doble“, ein in Spanien entstandener Tanz, begann wunderbar sehnsuchtsvoll – dann Aufbruch mit Schwung zum Stierkampf. Beim folgenden „Cha Cha Cha“, einem Tanz aus Kuba, beindruckte das in Moll gehaltene Vorspiel und der gekonnte Übergang zum Tanzrhythmus. Der „Tango“, ein argentinischer Paartanz, gab dem Saxophon-Solisten die notwendige Gestaltungsfreiheit, denn hier dominierte seine Stimme das Klangbild. Dann ein Sprung in die brasilianische Musik mit einer „Bosa Nova“. Wehmutsvoll klagend und vom Gefühl geprägt, leitet das Saxophon langsam hinüber zum Tanz.
Völlig anders der „Säbeltanz“ des sowjetisch-armenischen Komponisten Aram Chatschaturjan, der als Tanz der Kurden für ein Ballett komponiert wurde. Für uns als Zuhörer ungewohnt war der deutlich orientalische Einschlag. Hier zeigte das Orchester seine hervorragende Harmonie.

Ehrungen: Der 1.Vorsitzende, Martin Strauß, nahm für langjährige Mitglieder des Vereins die Übergabe der Ehrenurkunden vor. Geehrt wurden für eine Mitgliedschaft von
15 Jahren: Angelika Ernst, Elke Kugler, Doris Witt, Sonja Stelzle
30 Jahren: Robert Meyer, Andreas Sandmaier, Martin Strauß
40 Jahren: Gabi Hurler, Erika Scherer, Willi Stadelmeier
 

Die Ehemaligen gaben ihr Programm vorher nicht preis! Mit dem flotten Marschlieder-Medley „Stolpere nicht“ eröffneten sie nach der Pause ihren Auftritt.

Franz Schön als Solist überraschte alle mit seiner schwungvollen Eigenkomposition für Orchester, Gitarre und Schlagzeug - ein voller Erfolg.

Den Abschluss ihres Auftritts bildete das Marschlieder-Potpourri „Auf froher Fahrt“, eine schnelle Marschfolge, die ihnen viel Beifall einbrachte.

 

Das Hauptorchester stand unter der Leitung von Franz Schlosser als Gastdirigent und eröffnete seine Darbietung mit dem Stück „Biscaya“ (die Liebe zum Meer), von W. Bookwood, das als Orchesterfassung durch James Last bekannt geworden ist.
Das zweite Stück war das Allegretto aus Palladio, einem Concerto grosso in drei Sätzen für Streichorchester von Karl Jenkins, das 1996 veröffentlicht wurde (Akkordeonfassung von Ronny Fugmann). Die mathematisch streng strukturierte Komposition mit ihrer weiten Dynamik verlangte mit ihren Stakkato-Folgen höchste Konzentration der Spieler. Mit „ABBAccordion“ erklangen die bekanntesten Hits von ABBA und dann kam ein Spaßeffekt mit dem „Funny Washboard“, bei dem der Schlagzeuger auf einem historischen Waschbrett mittels eines Metallfingerhuts den Takt „wischte“. Hier war ein Sonderbeifall fällig. „Jetzt noch eine Steigerung?“ – „Ja“ – mit „Tijuana Taxi-Tequila“ von E. Coleman – (Tijuana die Hauptstadt des Verbrechens, Tequila=Agavenbranntwein). Hier sind zwei gegensätzliche Stücke gemischt (ein Loblied auf Tijuana sowie herbe Kritik an den Verhältnissen dort) und werden lückenlos wechselweise gespielt. Die Takte des Lobes werden durch eine Hupe, die der Kritik durch zwei Fahrradklingeln signalisiert. – für die Zuhörer Spaß pur. Für die Spieler waren höchste Aufmerksamkeit und exaktes Timing gefordert.
Der Dank – lange anhaltender, stehender Applaus und ein begeistertes Publikum. Dass hier Zugaben fällig waren ist selbstverständlich und es gab noch drei – fetzige Marschmusik aus Wien, eine weitere Marschfolge mit bekannten Melodien und eine Wiederholung von Biscaya.

 

Akkordeonclub (hsl)

 

Fotos: Akkordeonclub (B.Nettel)

Jahresversammlung 2018

Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt:
(von links): Heidi Besel, Gerda Rawer, Paul Scherer, Margarete Oßwald,

1. Vorsitzender Martin Strauß, Günter Besel
Foto: Andi Bühlmeyer

Bericht über die Generalversammlung des Akkordeon-Clubs Oberes Kesseltal e.V. am 20.02.18 im Schützenheim in Oberringingen.


Zu Beginn der Jahresversammlung des Akkordeon-Clubs Oberes Kesseltal berichtete 1.Vorsitzender Martin Strauß über die Ereignisse und Tätigkeiten im abgelaufenen Vereinsjahr. Herausragend waren das Frühjahrskonzert in der Amerdinger Turn- und Festhalle, bei dem der Gesangsverein
Mönchsdeggingen als Gast mitwirkte sowie der Vereinsausflug, eine gut organisierte Kanutour auf der Altmühl.

 

Des weiteren konnte ein leidiges Problem behoben werden: nach aufwändiger Reparatur sind alle drei dringend benötigten, vereinseigenen Bassinstrumente wieder voll funktionsfähig. Neu angeschafft wurden ein Becken und LED-Strahler für Konzerte.


Willi Stadelmeier, Leiter des Hauptorchesters, berichtete von einer umfangreichen letztjährigen Probenzeit. Neben dem Frühjahrskonzert hatte das Orchester im Herbst noch einen gelungenen Auftritt als Gäste beim Jubiläumskonzert des Ökumenischen Singtreffs Harburg und wirkte auch
musikalisch bei der Hochzeit einer Spielerin mit. Personell verstärkt wurde das Orchester vor kurzem durch vier ehemalige Spieler. Positiv bewertet wurde von Martina Kotz als Vertreterin der Stand der Kleingruppe. Alle Stimmen sind durch sechs Damen besetzt und seit September wird geprobt.

 

Dem anschließenden Kassenbericht von Iris Bachmann war zu entnehmen, dass der Verein auf gesunden finanziellen Füßen steht.

 

Nach der Ehrung passiver Mitglieder für langjährige Vereinszugehörigkeit durch Martin Strauß brachten die reibungslos durchgeführten Neuwahlen
folgende Ergebnisse:

1. Vorsitzender bleibt Martin Strauß, Schriftführerin Evi Strauß, 1. Notenwart
Helga Ulrich und als Beisitzer wurden Stefanie Wunder und Andi Bühlmeyer wiedergewählt.

Der Vorsitzende beendete die Versammlung mit einem Dank an alle Helfer und Unterstützer und gab noch einen wichtigen Termin bekannt:

das 40 – jährige Jubiläumskonzert am 14. April in der Amerdinger Turn- und Festhalle. (hu)

2017
Frühjahrskonzert des Akkordeonclub Oberes Kesseltal e. V. 2017

Pressebericht: Frühlingsauftakt beim Akkordeonclub
In Amerdingen haben die Musiker aufgespielt

2015

Jahreskonzert des Akkordeonclub Oberes Kesseltal e. V.

Gäste: Sing@Life

2014 - Frühjahrskonzert des Akkordeonclubs Oberes Kesseltal – Langjährige Aktive geehrt

 

Amerdingen (Helmut Herreiner).
Über das Kesseltal hinaus bekannt ist seit langem der Akkordeonclub Oberes Kesseltal.
Die vielen Aktiven und Vereinsmitglieder rekrutieren sich nicht nur aus den beiden Gemeinden Amerdingen und Bissingen, sondern stammen auch aus dem Umland im südlichen Ries.

Zum diesjährigen Frühjahrskonzert in der Turn- und Festhalle in Amerdingen konnte Vorsitzender Martin Strauß
vor vollem Haus auch eine Reihe von Ehrengästen willkommen heißen, unter ihnen Graf und Gräfin von Stauffenberg, Zweiten Bürgermeister Ottmar Hurler (Bissingen), Rektor Edmund Ratka (Amerdingen) und Konrektor Helmut Herreiner (Bissingen).

Schwungvoll begann der musikalische Reigen mit der Kleingruppe des Akkordeonclubs unter der Leitung von
Katrin Schmidt. Am Schlagzeug begleitet von Christian Fischer, präsentierten sich die vier Instrumentalistinnen
bei ihrem „Harmonika-Gruß“ mal ruhig und verträumt, mal dynamisch und akzentuiert. Marsch-Elemente waren herauszuhören bei „Exodus“ von Ernest Gold, swingend schloss sich „I love Paris“ an. Zum Träumen im Dreivierteltakt lud der „Sommerabend im Dorf“ ein, bevor sich die Kleingruppe mit dem weltberühmten „Blue Tango“ und der vom Publikum geforderten Zugabe verabschiedete.

Ihr außergewöhnliches musikalisches Niveau stellten anschließend die Mitglieder des Akkordeon-Ensembles der Antonio-Rosetti-Musikschule aus Wallerstein unter Beweis. Geleitet von Veronika Eisenbarth, widmeten sie sich an diesem Abend ausschließlich dem Tango, der „getanzten Traurigkeit“, welcher im Übrigen vor genau 100 Jahren in Bayern wegen zu viel Erotik verboten worden war. „La Comparsita“, 1916 in Uruguay eigentlich für den Karneval komponiert, gilt heute als meistgespielter Tango weltweit. Die Phantasie der Zuhörer war danach gefragt bei „Jalousie“ von Jakob Gade und bei „Ole Guapa“ von Danny Malando, beide im Übrigen europäische Komponisten, die sich mit dem Tango beschäftigen.

Einen anderen musikalischen Akzent setzte der mit Gitarre und teils auch Rhythmusinstrumenten begleitete Singtreff Harburg. Chorleiterin Ingrid Herde verstand es mit ihren Sängerinnen und Sängern vorzüglich, mit dem Spiritual „Good news“, der „Etude in Jazz“ sowie den Songs For the longest time“ von Billy Joel, „Let it be“ von den Beatles und „Halleluja“ von Leonard Cohen für beste Stimmung in der Halle zu sorgen. Dies setzte der Harburger Chor nach der Pause mit den modernen Klassikern „Dust in the wind“, „Adiemus“ sowie „California Dreaming“ und ebenfalls einer Zugabe fort.

Großen Applaus gab es anschließend bei der Ehrung langjähriger aktiver Mitglieder des Akkordeonclubs Oberes Kesseltal, die Willi Stadelmeier vornahm. Dankurkunden wurden an Stefanie Wunder (25 Jahre), Angela Bühlmeyer und Rosi Engel-Fürnrohr (beide jeweils 35 Jahre) sowie an die Dirigentin des Hauptorchesters, Helga Ulrich (35 Jahre, davon 25 Jahre als Dirigentin), überreicht.

Unter der Regie von Helga Ulrich und anmoderiert von Beatrice Strauß intonierte das Hauptorchester des Akkordeonclubs danach zunächst den schmissigen „Flieger-Marsch“, um gleich darauf bei einem Satz von Wolfgang Amadeus Mozart gleichsam dahinzuschmelzen. Meeresstimmung wurde durch die bekannte Melodie von „Biscaya“ vermittelt, ehe die von starken musikalischen Gegensätzen geprägte Rockballade „Music“ von John Miles in ein furioses Finale mündete. Zwei Zugaben erklatschten sich die begeisterten Besucher noch vor den abschließenden Dankesworten von Martin Strauß.

Geehrt wurden langjährige treue Mitglieder, die seit Jahrzehnten beim Akkordeonclub Oberes Kesseltal musizieren. Abgebildet sind von links: Angela Bühlmeyer (35 Jahre), Willi Stadelmeier, Rosi Engel-Fürnrohr (35 Jahre), Stefanie Wunder (25 Jahre) und Helga Ulrich (35 Jahre, davon 25 Jahre als Dirigentin).

Fotos: Helmut Herreiner

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